Ministerin Priska Hinz:
14,4 Millionen Euro für Aktive Kernbereiche in Hessen

(Foto: © Tatjana Balzer / Fotolia.com)

 

 

„Starke Innenstädte bieten kurze Wege, eine gute Nahversorgung, ein attraktives Freizeitangebot – und das mitten in der Stadt.  Wer nicht für jede Gelegenheit auf das Auto zurückgreift, sondern zu Fuß oder mit dem Rad genauso gut zum Ziel kommt, der betreibt ganz nebenbei aktiven Umwelt- und Klimaschutz,“ so Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz bei der Bekanntgabe des Innenstadtförderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen“ für 2016. Insgesamt stellen das Land und der Bund den hessischen Kommunen in diesem Jahr 14,4 Millionen Euro zur Aufwertung ihrer Innenstädte zur Verfügung. Mit dem kommunalen Eigenanteil werden 2016 damit insgesamt rund 21,6 Millionen Euro in die hessischen Innenstädte und Ortskerne investiert – ein wesentlicher Anteil davon für Wohnprojekte in der Innenstadt...

 

 

 

Weiterlesen: Die Pressemitteilung des Umweltministeriums


Programmprofil

Ziel des Förderprogramms Aktive Kernbereiche in Hessen ist es, die Qualität der Innenstädte und Ortskerne zu stärken und weiterzuentwickeln. Mit dem Programm werden die kommunalen und privaten Akteure vor Ort ermutigt, anspruchsvolle Maßnahmenideen und kreative Strategien der Projektumsetzung zu entwickeln. Dabei werden die Identität und das Alleinstellungsmerkmal der Innenstädte und Ortsteilzentren als besonderes Gut verstanden und weiter ausgebaut.

 

Es gilt insbesondere, zentrale Versorgungsbereiche, die von Funktionsverlusten betroffen sind, als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben zu erhalten und zu profilieren. Dabei spielen Aspekte einer qualitätvollen Freiraumgestaltung und eines effizienten Klimaschutzes eine entscheidende Rolle.

 

Das Programm verfolgt dabei einen integrierten Ansatz: Alle relevanten Funktionen (Einzelhandel, Wohnen, Kultur, Freizeit und Erholung, Verkehr) müssen in einem Integrierten Handlungskonzept in ihrer Gesamtschau betrachtet und räumlich wie fachlich aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist es, eine Entwicklung zu forcieren, in der sich urbane Funktionen wechselseitig stärken können.


Lokale Partnerschaften

Das Programm versteht sich als Gemeinschaftsinitiative aller relevanten Akteure. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sich die maßgeblichen Akteure am Prozess beteiligen – als Ideengeber, als Multiplikator, aber auch als Träger eigener Initiativen. Das Programm sieht daher die Gründung Lokaler Partnerschaften vor.

 

Das partnerschaftliche Profil wird in Hessen insbesondere durch das Instrument Verfügungsfonds gestärkt. Mittlerweile haben mehrere Förderstandorte einen solchen Fonds, der sich aus Mitteln der Städtebauförderung sowie von Wirtschaft, Immobilien- und Standortgemeinschaften, Privaten und / oder zusätzlichen Mitteln der Kommune speist, eingerichtet. Erste Maßnahmen wurden gemeinschaftlich umgesetzt.


Programmdurchführung

Nach dem Programmstart im Jahr 2008 haben die Programmkommunen die Grundlagen für die weitere Umsetzung geschaffen: Fördergebiete sind beschlossen, Integrierte Handlungskonzepte erstellt und Lokale Partnerschaften eingerichtet. Mittlerweile werden investive Projekte gemeinsam mit den Partnern vor Ort auf den Weg gebracht und realisiert. In vielen Standorten können erste sichtbare Erfolge der Programmumsetzung und damit der Stärkung der Innenstädte und Ortskerne verbucht werden.


Gute Beispiele Aktive Kernbereiche in Hessen

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