Ehemaliges Kaufhaus Mainzer

Ein trauriger Anblick: Das ehemalige Kaufhaus bedurfte dringend einer Instandsetzung (Fotos: oben Stadt Heppenheim, unten Hessen Agentur)

Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dieser Problemimmobilie war – nicht zuletzt aufgrund ihrer Beispielhaftigkeit für solch problematische Immobilien in anderen hessischen Städten und Gemeinden – ein wesentlicher Grund für die Aufnahme der Stadt Heppenheim in das Förderprogramm.

 

Das im Jahr 1906 nach den Plänen von Heinrich Metzendorf erbaute Gebäude gilt als eines der ersten modernen Kaufhäuser in Deutschland und als Paradebeispiel der Reformarchitektur an der Bergstraße. Im Gegensatz zu anderen Kaufhäusern aus der Frühzeit ist es zudem noch weitgehend im Originalzustand erhalten und daher aus architektonischer und bauhistorischer Sicht von hoher Bedeutung. Doch auch aus städtebaulicher Sicht ist das historische Gebäude von großem Interesse. Direkt in der Fußgängerzone befindlich, stand der mächtige, mehrgeschossige Bau seit mehr als 14 Jahren leer und blockierte so die innerstädtische Entwicklung erheblich.

 

Derzeit wird die Immobilie noch saniert und damit die denkmalgeschützte Bausubstanz gesichert und aufgewertet. Voraussetzung dafür war der Erwerb der Immobilie durch die Stadt.

 

Aus städtischer Sicht gibt es verschiedene Nutzungsüberlegungen im Gemeinbedarfsbereich: Musikschule, Touristeninfo, Bürgerbüro und Teile der Verwaltung werden in dem Gebäude ein neues zu Hause finden. Damit wird die Innenstadt wieder deutlich belebt, denn die geplanten Nutzungen versprechen eine hohe Besucherfrequenz.

Vorher und nachher: Visualisierung des Entrée des Gebäudes / Zustand vor Beginn der Sanierungsarbeiten (Visualisierung: bauquadrat, Foto: Hessen Agentur)
Baufortschritt Stand: November 2018 (Foto: HA Hessen Agentur GmbH)
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