Umweltmisterin Priska Hinz startet das neue Stadtumbau-Programm

„Wir brauchen einen klimaorientierten Stadtumbau, um gesunde und attraktive Lebensbedingungen in unseren Städten  zu erhalten. Das stellt die hessischen Kommunen vor enorme Herausforderungen“, sagte Priska Hinz am 20. September 2016 in Offenbach. Dorthin waren knapp 100 Vertreterinnen und Vertreter aus hessischen Gemeinden und Städten eingeladen worden, um gute Beispiele des klimafreundlichen Stadtumbaus kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen. 

 

Im Rahmen des Besuchs in Offenbach gab die Ministerin auch den Startschuss für das neu ausgerichtete Bund-Länder-Programm „Stadtumbau in Hessen“. Das Programm fördert zukünftig gezielt den Klimaschutz und die Anpassung der Städte und Gemeinden an den Klimawandel.

Stadtumbau vor Ort: Ministerin Priska Hinz mit Akteuren des Stadtumbaus auf Besuch in Offenbach (Foto: Reinhard Berg)

Zur Kurzdokumentation
„Grüne Welle im Stadtumbau!“

Grafik: die Basis, Wiesbaden

Programmprofil

 Stadtumbau ist die Anpassung der Städte und Gemeinden an die baulichen, infrastrukturellen und klimatischen Herausforderungen von Heute und Morgen. Ziel des Programms ist es, städtebauliche Maßnahmen zu Klimaschutz, Klimaanpassung sowie zur Anpassung an demografische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen in einem integrierten Ansatz zu vereinen.

 

Während des zehnjährigen Förderzeitraums sollen Kommunen u.a. in die Lage versetzt werden, städtebauliche Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen und sich auf die Folgen des Klimawandels vor Ort einzustellen. Bei der Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen spielen Grün- und Wasserflächen, die sogenannte grüne und blaue Infrastruktur, eine wichtige Rolle.

 

Die bauliche Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie der Gebäude und Infrastrukturen zur Bewältigung des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels sind für das Programm von zentraler Bedeutung. Hiermit eng verknüpft ist auch die Wohnraumversorgung. Während manche Orte in Hessen mit Leerständen kämpfen, haben andere großen Wohnraumbedarf. Das Programm "Stadtumbau in Hessen" kann in beiden Fällen unterstützen. Die örtliche Wohnraumversorgung kann mit vorbereitenden und infrastrukturellen Maßnahmen im Wohnumfeld gestärkt werden (z.B. durch Abbruchmaßnahmen, Bodenordnung, soziale Infrastruktur, öffentliche Grünflächen).


Stärkung grüner und blauer Infrastruktur

 

Vor dem Hintergrund des Aufgabenspektrums kommt der grünen und blauen Infrastruktur, also

 

  • Park- und Grünflächen,
  • begrünten Straßen und Plätzen,
  • Dach-/Fassaden- und Hofbegrünungen,
  • öffentlichen wie privaten Gärten sowie
  • Wasserflächen und Flussufern

 

die Rolle eines wichtigen Bindeglieds zu. Dessen Stärkung leistet zum einen einen entscheidenden Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, z.B. durch die Kühlung von Quartieren und die Versickerung von Niederschlägen. Zum anderen schaffen attraktive Grünflächen- und Gewässergestaltungen Lebens- und Standortqualität. Beides ist als weicher Standortfaktor für Städte im demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel von hoher Bedeutung. Zusätzlich kann hierdurch vielerorts ein touristischer Mehrwert erwachsen, der nachhaltig den wirtschaftsstrukturellen Wandel unterstützen kann.

 


Förderstandorte Stadtumbau in Hessen

Gute Beispiele Stadtumbau in Hessen

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