Umweltministerin Priska Hinz
überreicht Zuwendungsbescheide für das Programm Stadtumbau in Hessen

Ministerin Priska Hinz mit den Vertreterinnen und Vertretern der hessischen Kommunen (Foto: Boris Borm)

„Ob große oder kleine hessische Kommunen, ob Innenstädte oder Stadtteile: Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf ein lebenswertes, grünes und intaktes Wohnumfeld. Darum freue ich mich besonders, neue Standorte in unsere Programme aufzunehmen und damit eine Förderung in den kommenden Jahren zuzusichern“, sagte Umweltministerin Priska Hinz am 8. November 2017 im Haus am Dom in Frankfurt. Dort überreichte sie den Vertreterinnen und Vertretern der 18 neu aufgenommenen Standorte in den Programmen „Stadtumbau in Hessen“, „Soziale Stadt“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ die Aufnahmebescheide.

 

In das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen konnten 2017 zehn Stadtquartiere neu aufgenommen werden. Ministerin Hinz betonte: „Im Fokus des Programms steht ein klimaorientierter Stadtumbau. Gefördert werden Städtebauprojekte, die zum Klimaschutz beitragen oder der Anpassung von Städten und Gemeinden an den Klimawandel dienen.“ Hinz ergänzte: „Zugleich muss der Stadtumbau dem demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel gerecht werden. Hierzu gehört auch eine gute Wohnraumversorgung für alle.“ Neben den neuen Fördergebieten, werden zahlreiche bereits aufgenommene Förderstandorte gefördert. Insgesamt erhalten 33 Fördergebiete rund 25 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm.


Programmprofil

 Stadtumbau ist die Anpassung der Städte und Gemeinden an die baulichen, infrastrukturellen und klimatischen Herausforderungen von Heute und Morgen. Ziel des Programms ist es, städtebauliche Maßnahmen zu Klimaschutz, Klimaanpassung sowie zur Anpassung an demografische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen in einem integrierten Ansatz zu vereinen.

 

Während des zehnjährigen Förderzeitraums sollen Kommunen u.a. in die Lage versetzt werden, städtebauliche Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen und sich auf die Folgen des Klimawandels vor Ort einzustellen. Bei der Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen spielen Grün- und Wasserflächen, die sogenannte grüne und blaue Infrastruktur, eine wichtige Rolle.

 

Die bauliche Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie der Gebäude und Infrastrukturen zur Bewältigung des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels sind für das Programm von zentraler Bedeutung. Hiermit eng verknüpft ist auch die Wohnraumversorgung. Während manche Orte in Hessen mit Leerständen kämpfen, haben andere großen Wohnraumbedarf. Das Programm "Stadtumbau in Hessen" kann in beiden Fällen unterstützen. Die örtliche Wohnraumversorgung kann mit vorbereitenden und infrastrukturellen Maßnahmen im Wohnumfeld gestärkt werden (z.B. durch Abbruchmaßnahmen, Bodenordnung, soziale Infrastruktur, öffentliche Grünflächen).


Stärkung grüner und blauer Infrastruktur

 

Vor dem Hintergrund des Aufgabenspektrums kommt der grünen und blauen Infrastruktur, also

 

  • Park- und Grünflächen,
  • begrünten Straßen und Plätzen,
  • Dach-/Fassaden- und Hofbegrünungen,
  • öffentlichen wie privaten Gärten sowie
  • Wasserflächen und Flussufern

 

die Rolle eines wichtigen Bindeglieds zu. Dessen Stärkung leistet zum einen einen entscheidenden Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, z.B. durch die Kühlung von Quartieren und die Versickerung von Niederschlägen. Zum anderen schaffen attraktive Grünflächen- und Gewässergestaltungen Lebens- und Standortqualität. Beides ist als weicher Standortfaktor für Städte im demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel von hoher Bedeutung. Zusätzlich kann hierdurch vielerorts ein touristischer Mehrwert erwachsen, der nachhaltig den wirtschaftsstrukturellen Wandel unterstützen kann.

 


Förderstandorte Stadtumbau in Hessen

Gute Beispiele Stadtumbau in Hessen

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