18. August 2026 Netzwerk Nachhaltige Stadtentwicklung

Hausbesuch in Alsfeld | Mehr als Fassade! - Wohnen im Denkmal bringt Leben in die Stadt

Ansicht Alsfeld

Die Reihe „Hausbesuch“ des Netzwerks Nachhaltige Stadtentwicklung führte rund 45 Fachleute nach Alsfeld – Erfolgsbeispiele zeigen Wege zu modernem und bezahlbarem Wohnraum in historischen Gebäuden.

Die beliebte Veranstaltungsreihe „Hausbesuch“ des Netzwerks Nachhaltige Stadtentwicklung der HA Hessen Agentur GmbH wurde am 18. August 2026 im Hochzeitshaus in Alsfeld fortgesetzt. Unter dem Motto „Mehr als nur Fassade! – Wohnen im Denkmal bringt Leben in die Stadt“ stand die im Mittelpunkt die zentrale Frage, wie in denkmalgeschützten Gebäuden moderner, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann – ohne den historischen Charme zu verlieren und ohne das Budget zu sprengen.

Rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus hessischen Kommunen nutzten die Chance, vor Ort verschiedene Baustellen und Wohnungen in historischen Fachwerkhäusern zu besichtigen. Die Rundgänge zeigten eindrucksvoll, dass diese Gebäude wertvolle Schätze des Stadtbildes sind, die mit viel Kreativität und Individualität an heutige Wohnansprüche angepasst werden können. Dabei wurde vermittelt, wie solche Projekte mithilfe der Städtebauförderung gelingen können, und wertvolle Praxistipps wurden ausgetauscht.

Alsfeld Rundgang mit Regenschirm

Denkmalschutz und Städtebauförderung aus verschiedenen Blickwinkeln

Im Rahmen des Vortragsprogramms beleuchteten Experten die Rolle des Denkmalschutzes aus unterschiedlichen Perspektiven:

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung des historischen Erbes für die Stadtentwicklung.
Andrej Müller vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) verdeutlichte das Zusammenspiel von Städtebauförderung und Denkmalschutz.
Prof. Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, beleuchtete den städtebaulichen Denkmalschutz im Spannungsfeld zwischen Erhalt und modernem Wohnalltag.

Inspirierende Praxisbeispiele aus ganz Hessen

Anhand konkreter Praxisbeispiele veranschaulichten die Referenten, wie Fachwerkhäuser und historische Bausubstanz durch privates sowie kommunales Engagement neu belebt werden können:

  • Dr. Eberhardt Kettlitz (Stadt Gudensberg) berichtete über die Förderung privater Wohndenkmalsanierungen von Balkonsanierungen bis hin zur Komplettmaßnahme.
  • Architekt Stephan Dreier zeigte am Beispiel von Alt-Niederursel und Niederbrechen auf, wie privates Engagement Geschichte bewahrt und wie Gemeinden kostenneutral unterstützen können.
  • Susanne Engelns (ProjektStadt, Kassel) stellte Förderbeispiele direkt aus dem Denkmalgebiet Altstadt Alsfeld vor.
Alsfeld Fenster im Fachwerkhaus saniert von innen

Fazit

Das Gesamtfazit des Hausbesuchs lautet: Denkmalgeschützte Gebäude sind keine Museumsstücke, sondern unverwechselbare und lebendige Teile unserer Innenstädte!

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