Soziale Stadt: Gießen – Nördliche Weststadt

Häuserzeile der denkmalgeschützten „Rotklinkersiedlung“ (Reihenhäuser der 1930er Jahre) (Foto: Reinhard Berg, Wiesbaden)

Es handelt sich hierbei um ein wachsendes Siedlungsgebiet mit hohen Anteilen an Geschosswohnungsbau (60er und 70er Jahre) und einzelnen Punktbauten. Der Standort ist wichtig für günstigen Wohnraum. Im Gießener Stadtgefüge nimmt der Standort eine Randlage ein. Ein umfangreicher Erneuerungsbedarf besteht bei einer größeren Anzahl von Wohngebäuden und Freianlagen.

 

Eine besondere Situation besteht bei der denkmalgeschützten „Rotklinkersiedlung" (Reihenhäuser der 1930er Jahre), errichtet als „Notquartier" mit hoher sozial- und baukultureller Bedeutung. Ferner ist im Rahmen der Sozialen Stadt vorgesehen, die Außenanlagen der Grundschule neu zu gestalten, die einzelnen Teilquartiere besser zu vernetzen und ein Stadtteilzentrum mit Bildungsangeboten, Kinderbetreuung und Jugendzentrum auszubauen bzw. an einem neuen Standort zu errichten.

 

 

Sanierung der Rotklinkersiedlung

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Rotklinkersiedlung. Die auch als „Gummiinsel" bekannte Siedlung steht für ein besonderes Kapitel der Sozialgeschichte Deutschlands und ist daher Kulturdenkmal. Die Herausforderung besteht darin, das Ensemble denkmalgerecht zu sanieren und zeitgemäßen Wohnstandard zu schaffen und bezahlbare Mieten für die alteingesessene Bevölkerung zu erhalten. Die überregionale Bedeutung spiegelt sich auch in der Aufnahme in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus" wider.

Zwei Zeilen mit zurzeit zehn, teilweise bereits leerstehenden Reihenhäusern der Rotklinkersiedlung werden als Musterprojekt für eine vorbildliche Sanierung hergerichtet. Als begleitender Bestandteil der Bewohnermitwirkung wurde die Bewohnerwerkstatt eingerichtet. Die Umgestaltung eines Musterhauses soll aufzeigen, wie die Sanierung der insgesamt 72 Reihenhäuser gelingen kann und die Wohnungen auch weiterhin zu angemessenen Mietpreis für die derzeitigen Bewohner erhalten bleiben.

 

 

Errichtung „Stadtteilzentrum Weststadt"

 

Es ist vorgesehen, die Westschule grundlegend zu sanieren und die Außenanlagen der Grundschule nach den aktuellen und zukünftigen Ansprüchen neu zu gestalten.

Die einzelnen Teilquartiere in der nördlichen Weststadt sollen besser vernetzt und die sie verbindenden Grünzonen entsprechend gestaltet werden.

 

Weiterhin sollen am Standort Westschule als weitere Einrichtungen ein Stadtteilzentrum mit Bildungsangeboten, Kinderbetreuung und Jugendzentrum angesiedelt werden (Kita/Familienzentrum, Jugendtreffpunkt, Stadtteilzentrum).


Fördergebiet

Fördergbiet Gießen-Nördliche Weststadt - Soziale Stadt (Plan: Universitätsstadt Gießen)
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